MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

Viszeralchirurgie– Operationen am Bauch

Seit Ende 2004 finden Sie die Viszeralchirurgie schwerpunktmäßig am Marien-Hospital Marl. Diese Spezialisierung ermöglicht uns vielfach den Einsatz minimal invasiver Methoden per Bauchspiegelung. Zunehmend werden Eingriffe unter Zuhilfenahme der Roboter-assistierten Chirurgie (da Vinci-Verfahren) durchgeführt. Unsere Viszeralchirurgie deckt das gesamte diagnostische und therapeutische Spektrum bei gut- und bösartigen sowie akuten und chronisch-entzündlichen Erkrankungen ab.

Die Patienten der Chirurgischen Klinik werden meist über die zentrale Aufnahme aufgenommen. Dort erhalten sie bereits viele diagnostische Maßnahmen. Wir arbeiten dabei eng mit anderen Fachabteilungen zusammen - damit wir schnell die Erkrankung unserer Patienten einschätzen können und die weitere Diagnostik und Therapie zentral planen können.

Wir arbeiten z. B. zusammen mit:

  • Strahlentherapie
  • internistische/onkologische Klinik
  • urologische Klinik
  • Sozial- und Pflegediensten

Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen (Dermatologie, HNO, Rheumatologie, Schmerztherapie, Neurologie etc.) im Ärztehaus am Marien-Hospital und den angeschlossenen Kliniken in Herten-Westerholt, Haltern und Dorsten.

Wir haben das zertifizierte Darmzentrum in Marl gegründet, in dem viele Disziplinen eng miteinander kooperieren.

Viszeralchirurgie – Therapie für die Bauchorgane

Die Viszeral- und Bauchchirurgie behandelt Erkrankungen der folgenden Organe:

  • Magen
  • Leber
  • Gallenblase
  • Bauchspeicheldrüse
  • Dünn- und Dickdarm
  • Milz
  • Speiseröhre
  • Bauchwand


Diese (chirurgische) Diagnostik finden Sie bei uns:

  • Labor, einschließlich Spezialuntersuchungen
  • EKG, weitergehende internistisch-kardiologische Diagnostik
  • Ultraschall Bauch, Schilddrüse, Leiste
  • Röntgen Lunge, Bauch, Knochen
  • Magen- und Darmspiegelung
  • Untersuchung des Mastdarmes, Schließmuskeldruckmessung, Ultraschall des Mastdarmes, Diagnostik der Schließmuskelschwäche und Entleerungsdiagnostik des Mastdarmes (Defäkogramm)
  • Computertomografie und MRT
  • Nervenmonitoring bei der Schilddrüsenoperation
  • Ultraschalluntersuchungen während der Operation

Ambulante Operationen

Manche Eingriffe erfordern keinen stationären Aufenthalt in der Klinik. Auch dazu beraten wir Sie. Diese Entscheidung treffen wir zusammen mit Ihnen während der ersten Vorstellung in unserer chirurgischen Sprechstunde. Dort planen wir auch den Ablauf des Eingriffs.

Bitte beachten Sie bei ambulanten Eingriffen:

  • Sie sollten an dem Tag des Eingriffs zu Hause gut versorgt sein.
  • Manche Medikamente müssen Sie vor der Operation zeitgerecht absetzen (ASS, Marcumar, manche Diabetesmedikamente). Auch darüber sprechen wir.

Bevor Sie nach dem ambulanten Eingriff das Krankenhaus verlassen, kontrollieren wir Ihre Wunde und versorgen Sie mit Schmerzmitteln - wenn nötig. Sollte eine Komplikation auftreten, werden wir Sie zur Überwachung doch stationär aufnehmen - dazu besteht jederzeit die Möglichkeit.

Am ersten oder zweiten Tag nach dem Eingriff bitten wir Sie zur Kontrolle erneut in unsere Sprechstunde und wir werden Sie bis zum Abschluss der Wundheilung nachbetreuen. Als ambulante Eingriffe kommen infrage:

  • Leistenbruchoperation und Nabelbruchoperationen bei Kindern und Erwachsenen
  • Entfernung von Hauttumoren
  • Schleimhautrisse am After, andere OPs der Afterregion
  • Dampolypabtragungen im Rahmen von Darmspiegelungen
  • Portanlagen
  • Kindliche Leistenbruchoperation

Operationen am Magen

Alle gut- und bösartigen Erkrankungen des Magens (einschließlich des Zwerchfellbruchs) behandeln wir im Marien-Hospital Marl.

Zum Spektrum gehören z. B.

  • Diagnostik und Behandlung des Sodbrennens
  • Magengeschwürsbehandlung
  • operative Behandlung bei durchgebrochenen Magengeschwüren (Notfalloperation, teils auch per Bauchspiegelung, Magenteilentfernungen)
  • Magenteilentfernungen bei gut- oder bösartigen Geschwulsten
  • komplette Entfernung des Magens bei Krebserkrankungen

Wir kooperieren eng mit den internistischen Kollegen der Klinik. Denn manche Erkrankungen kann man mit einer Magenspiegelung behandeln, z. B.

  • Magenpolypen
  • Entnahme von Proben für weitere Untersuchungen
  • Säuregehalt im Magen und der Speiseröhre messen

Operationen an der Leber

Diese Eingriffe führen wir minimal-invasiv oder offen durch. Ein offenes Vorgehen empfiehlt sich bei z. B. bei:

  • schwerwiegender Entzündung
  • Verwachsungen
  • Tumorverdacht

Bei einer Erkrankung der Leber können wir

  • Über eine Bauchhöhlenspiegelung Gewebeproben gewinnen,
  • über einen offenen Eingriff Proben entnehmen,
  • gut- oder bösartigen Leberherde behandeln, indem wir Teile der Leber entfernen, Tochtergeschwülste (Metastasen) bei einer Krebserkrankung entfernen.

Gallensteinleiden

Gallensteine entstehen durch Eindickungen der Galleflüssigkeit, meist verbunden mit einer Funktionsstörung der Gallenblase. Deshalb entfernen wir heute nicht nur die Steine, sondern die gesamte Gallenblase. Die von der Leber gebildete Galleflüssigkeit kann nach der Operation völlig normal über den Gallengang in den Darm gelangen und bei der Fettverdauung wirken.

Viele Menschen sind Gallensteinträger, ohne davon zu wissen. Mit einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Gallensteine jedoch ohne invasive Diagnostik nachweisen.

Typische Beschwerden des Gallensteinleidens sind z. B.:

  • Unverträglichkeit für fette Speisen oder scharf Gebratenes
  • Oberbauchdruck- und Völlegefühl
  • Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Koliken im Oberbauch
  • manchmal (bei Gallengangsverschluss) eine Gelbverfärbung der Haut, dunkler Urin und heller Stuhl.

Oft entzündet sich auch die Gallenblase, was sich mit heftigen Schmerzen im rechten Oberbauch und Fieber zeigt. In solchen Fällen ist eine sofortige Diagnostik und Therapie erforderlich.

Eingriffsverfahren

Das operative Verfahren der Wahl ist die Bauchspiegelungsoperation über lediglich drei kleine Schnitte. Dafür muss der Gallengang allerdings frei von Steinen sein.

In seltenen Fällen (schwere Entzündung, ausgeprägte Verwachsungen nach Voroperationen) und bei unklarem Befund wird die Gallenblasenentfernung über einen größeren Schnitt durchgeführt.

Nach einer laparoskopischen Operation können die Patienten meist schon am 3.-4. Tag wieder nach Hause. Sie sollten sich dann noch etwas schonen, können aber bald wieder ihr normales Leben aufnehmen.

Bei Patienten, die Gallengangssteine haben, kann zunächst über eine Magen- und Gallengangsspiegelung der Stein aus dem Gallengang geborgen werden, um anschließend die Gallenblase operativ zu entfernen.

Entzündliche oder tumoröse Gallengangsengen können wir mit einer inneren Drainage schienen und dann möglicherweise operativ versorgen – bis hin zu einer Teilentfernung des Gallenganges und Schaffung einer neuen Ableitung in den Dünndarm.