MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

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Westerholter Gesundheitsgespräche: "Divertikulose - Ist diese Erkrankung gefährlich?"

Startdatum:
05.06.2019
Startzeit:
16:00 Uhr
Endzeit:
18:00 Uhr
Veranstalter:
Vito Ferrera
Ort:
Schulungsraum im Schulungsgebäude (ehem. Klassenraum/Krankenpflegeschule)
Beschreibung:

Kleine, etwa erbsengroße Ausstülpungen aus der Darmwand, die über Jahre existieren können, ohne bemerkt zu werden: das sind Darmdivertikel. Treten mehrere von ihnen auf, sprechen Ärzte von einer sogenannten Divertikulose. Auch wenn diese Krankheit weitestgehend unbekannt ist, so ist sie nicht selten: Divertikulose ist sogar eine der häufigsten Erkrankungen in den Industrienationen und entsteht vor allem im fortgeschrittenen Alter. Zunächst stellen diese Darmausstülpungen keine Gefahr dar und bedürfen auch keiner Behandlung. Kommen jedoch ziehende Schmerzen im linken Unterbauch, Verdauungsstörungen und Fieber hinzu, wird es gefährlich, denn dann haben sich diese Divertikel vermutlich entzündet. Dies kann mitunter lebensbedrohliche Folgen haben.

„Eine solche Entzündung der Divertikel bezeichnen wir Mediziner als Divertikulitis“, erklärt Vito Ferrera, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin am Gertrudis-Hospital in Westerholt. Durch Abtasten des Bauches, Blutabnahme, Röntgen oder eine Computertomographie, kurz CT, lässt sich eine solche Erkrankung des Darms erkennen. Aber wie kann es überhaupt zu einer solchen Entzündung der Darmausstülpungen kommen und wie lässt sie sich verhindern? „Entstehen kann eine solche Divertikulitis, wenn Stuhl in die Ausstülpungen gerät, der noch unverarbeitete Nahrungsbestandteile enthält, an denen sich krankheitserregende Bakterien heften können“, gibt Ferrera zu verstehen. Mit einer gesunden Ernährung, das heißt durch ballaststoffreiche Kost wie Gemüse, Obst und Vollkornprodukte sowie wenig rotes Fleisch, lässt sich einer solchen Entzündung vorbeugen. Aber auch andere Faktoren wie genetische Veranlagung, schwaches Bindegebe, Übergewicht oder zu wenig Bewegung können zur Entwicklung dieser Ausstülpungen beitragen.

Wie genau so eine Divertikulose entsteht und sich schließlich von Spezialisten behandeln lässt, darüber informiert Oberarzt Vito Ferrera im Rahmen der Westerholter Gesundheitsgespräche.