MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

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Palliativteam am Marien-Hospital Marl veranstaltete Gedenkfeier

06.11.2019 - Marien-Hospital Marl
Was bleibt, ist die Erinnerung

Wie wichtig es ist, sich zu erinnern und zu trauern, machte die Gedenkfeier am Marien-Hospital in Marl am Donnerstag, den 31. Oktober, auf rührende Weise deutlich. Auch in diesem Jahr hatte das Team der Palliativstation zu einem ökumenischen Gottesdienst eingeladen. Rund 100 Menschen kamen in die Kapelle des Marler Krankenhauses, um ihren verstorbenen Angehörigen und Freunden zu gedenken. Durch die Feier führten Dechant Heiner Innig und Pfarrer Uwe Heubach, musikalisch unterstützt durch den Gospelchor „Nameless Joy“.

Dr. Christoph König, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Initiator der Palliativstation, begrüßte die zahlreichen Gäste und stellte ihnen noch einmal die Aufgabe der Palliativeinrichtung vor: „Bei unserer Arbeit geht es darum, den Menschen mit allen sinnvollen medizinischen Mitteln zu behandeln, um seine körperlichen Beschwerden zu lindern. Wir sehen den Menschen nicht als Organhülle, sondern als Ganzes. Endet der Lebensweg eines Menschen, ist es für die Angehörigen wichtig, sich an die positive Wirkung dieser Person zu erinnern.“ Das Innehalten und Erinnern sei aber auch für die Mitarbeiter der Palliativstation sowie die Ehrenamtlichen wichtig: „Unsere Mitarbeiter und Ehrenamtlichen folgen nie einer gedankenlosen Routine. Sie stecken viel Herzblut in ihre Arbeit. So schwer das Abschiednehmen dann auch manchmal ist, dieses Mitgehen-Dürfen erfüllt uns mit Kraft und positiven Impulsen, die uns bestärken, weiterzumachen“, so Dr. Iris Borchmeyer, Oberärztin und medizinische Leitung der Station.

Geliebte Menschen hinterlassen schöne und traurige Spuren in der Welt und im Leben der ihnen Nahestehenden. Das war auch beim Kerzenritual und im Anschluss an den berührenden Gottesdienst beim Beisammensein in der hauseigenen Cafeteria spürbar. „Vielen war es ein Anliegen, sich in diesem Rahmen noch einmal persönlich bei unserem Palliativteam zu bedanken“, erklärt Borchmeyer.

Hintergrund: Die Palliativstation am Marien-Hospital Marl

Auf der Palliativstation im Marien-Hospital Marl werden bereits seit neun Jahren Menschen behandelt, die unheilbar krank sind und nur noch eine begrenzte Lebenserwartung haben. Das Ziel des multiprofessionellen Palliativteams aus Medizinern, Pflegekräften, Therapeuten, Seelsorgern, Psychologen, Sozialarbeitern und Ehrenamtlichen ist es, den Gesundheitszustand des Kranken zu stabilisieren und seine Lebensqualität zu verbessern, um ihm eine Rückkehr in die gewohnte Umgebung zu ermöglichen.