MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

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Informationen zum Coronavirus

Die KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH informiert

Um Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Themen rund um das Coronavirus zu geben, haben wir Ihnen die Antworten auf die häufigsten Fragen zusammengestellt.

Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie kann man sich vor einer Ansteckung schützen?

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Symptome gezeigt hatten.

Grundsätzlich gilt bei akuten Atemwegsinfektionen:

  • Bei Husten und Niesen Abstand halten oder sich wegdrehen.
  • In die Armbeuge niesen, am besten in ein Taschentuch, das Sie sofort entsorgen.
  • Hände regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife waschen.
  • Abstand zu anderen Personen wahren, auf Händeschütteln und Umarmungen verzichten.

Gibt es eine Impfung gegen das Coronavirus?

Es wird an der Entwicklung eines Impfstoffes gearbeitet. Bisher ist aber keine Schutzimpfung verfügbar.

Wie ansteckend und gefährlich ist das Coronavirus? Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht?

Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird aktuell von den Experten des Robert Koch-Instituts als hoch eingeschätzt. Eine weltweite Ausbreitung des Erregers wird als wahrscheinlich angesehen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.

Welche Symptome werden durch das Coronavirus ausgelöst?

Wie bei anderen Erregern von Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu Krankheitszeichen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen. Einige Betroffene leiden auch an Durchfall.

Bei einem Teil der Patienten scheint das Virus mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündung zu führen.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, am Coronavirus erkrankt zu sein?

Wichtig: Bitte gehen Sie nicht unangekündigt in eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus. Melden Sie sich vorher immer telefonisch an.

Erster Ansprechpartner ist auch in diesem Fall Ihr Hausarzt. Nehmen Sie zunächst unbedingt telefonisch Kontakt zu ihm auf.

Außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst die richtige Anlaufstelle, erreichbar unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln - auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Auch bei der 116 117 sollten Sie Ihren Verdacht bereits am Telefon äußern.

Welche Hygienemaßnahmen weist die KKRN GmbH vor, um dem Coronavirus entgegen zu wirken? Welche Voraussetzungen sind nötig, um Coronavirus-Patienten zu behandeln?

Das Vorgehen des Klinikverbundes richtet sich nach den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes, die täglich aktualisiert werden. Die Informationen werden tagesaktuell an die ärztlichen Direktoren und die Hygienefachkräfte der KKRN GmbH weitergeleitet.

Um eine Reduktion der Kontaktpersonen zu gewährleisten, erfolgt eine Voranmeldung im Krankenhaus und eine Verhaltensempfehlung an die Patienten durch die Hausärzte. Ähnlich wird beim Abtransport der Patienten durch den Rettungsdienst vorgegangen.

Bei im Krankenhaus liegenden Patienten gelten dieselben Hygienemaßnahmen wie bei Influenza-Infekten: Das betreuende Personal schützt sich durch FFP2-Atemschutzmasken, Handschuhe, Kittel und gegebenenfalls Schutzbrille. Auch der entsprechende Patient wird bei Kontakt mit einer Mund-Nasen-Maske ausgestattet, soweit er diese toleriert.

Gibt es eine Isolierstation? Reichen Einzelzimmer für eine Isolierung der infizierten Patienten aus?

Das St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten verfügt über eine Infektions- oder Isolierabteilung, die nur über eine Schleuse erreicht werden kann. Sechs Zimmer stehen zur Verfügung, die wiederum nur durch Schleusen zu erreichen sind.
Es reicht aber auch eine Isolierung auf einem Einzelzimmer, das im Infektionsfall vorbereitet werden kann. 

Was passiert, wenn ein Patient in eines der vier Krankenhäuser der KKRN GmbH mit Fieber und Verdacht auf das Coronavirus eingeliefert wird oder selbstständig in die Klinik kommt?

Und was geschieht, wenn ein Patient aufgenommen wurde, ohne dass das Coronavirus zuvor erkannt wurde? Wie sehen hier Maßnahmen und Behandlungsmöglichkeiten aus?

Zurzeit sollen alle Patienten mit einem begründeten Verdacht vom Hausarzt gescreent werden. Ein gescreenter Patient wird nur bei schwerem, stationär zu behandelndem Krankheitsbild aufgenommen. Ansonsten kann der Patient in seine häusliche Umgebung entlassen werden – unter der Maßnahme, sich dort abzusondern. Personen, die im selben Haushalt leben, können dort verbleiben. Bei einem Verdachtsfall im Klinikverbund wird dieser von Anfang an von den übrigen Patienten isoliert.
 

Werden nur Patienten mit Symptomen auf Corona getestet oder alle Patienten, die aufgenommen werden?

Prinzipiell werden alle Patienten, die mit dem Verdacht einer hochansteckenden Erkrankung [hierzu gehört der Verdacht auf Influenza (Grippe) ebenso wie z. B. der Verdacht auf Coronavirus] in unseren Häusern behandelt werden, gescreent und bis zum Vorliegen des Untersuchungsergebnisses isoliert untergebracht bzw. in häusliche Quarantäne entlassen.

Stand: 02.03.2020