MEDIZIN mit MENSCHLICHKEIT

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Multimodale Schmerztherapie - für wen und wann?

Was beinhaltet die multimodale Schmerztherapie und für wen ist sie geeignet? Mit uns gehen Sie die Therapie Ihrer Schmerzen mit vereinten Kräften an! Alle sind dabei - Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Psychotherapeuten, Psychologen, Physiotherapeuten sowie Ergo- und Entspannungstherapeuten.

Nutzen Sie deren Expertise! Jeder Spezialist schaut aus seiner fachlichen Perspektive auf Ihr Schmerzbild - und bringt seine Ansätze zur Bewältigung der Erkrankung in die Behandlung mit ein. Gemeinsam mit Ihnen suchen wir einen Weg aus der Schmerzspirale. Dazu gehören z.B.

  • chronische Muskelverspannungen lösen,
  • Fehlhaltungen ändern und
  • eingefahrene Denkmuster auflösen.

Die multimodale Schmerztherapie greift bei Menschen, die chronische Schmerzen haben. Bei uns sind Sie richtig, wenn Sie

  • eine medikamentöse Neueinstellung brauchen,
  • eine intensive Diagnostik der Schmerzerkrankung benötigen,
  • noch eine gewisse körperliche Fitness besitzen, motiviert und kognitiv nicht eingeschränkt sind.

Die Multimodale Schmerztherapie besteht aus verschiedenen Bausteinen. Im Folgenden werden Ihnen die einzelnen Bausteine aufgelistet und erklärt.

Zusätzlich zur stationären Schmerztherapie bieten wir eine ambulante Behandlung an. Klicken Sie hier für weitere Informationen über unsere ambulante Schmerztherapie.

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Schmerztherapie

am St. Sixtus-Hospital

Differenzierte Behandlung mit Medikamenten

Eine gute medikamentöse Einstellung ist ein wichtiger Teil bei der multimodalen Schmerztherapie. Meist erhalten Sie eine Kombination verschiedener Medikamente. Das Ziel ist, Sie über die medikamentöse Therapie so schmerzarm zu machen, dass Sie mobiler sind. Dann können Sie auch bestens an den weiteren therapeutischen Angeboten teilnehmen.

Wichtig für Sie zu wissen ist: Nehmen Sie die Präparate regelmäßig und nach Ihrem persönlichen Schema ein. Hintergrund: Meist sind auch sogenannte retardierte (also verzögert wirkende) Präparate mit im Therapieplan. Sie wirken nur dann gut, wenn einausreichend hoher Wirkspiegel im Blut ist - Voraussetzung dafür ist die regelmäßige Einnahme.

Schmerzspritzen: In einzelnen Fällen kann es sinnvoll sein, kurzwirksame Spritzengegen Schmerzen zu verabreichen.

Chilipflasterbehandlung: Bei Erkrankungen wie Nervenschmerzen nach Gürtelrose oder Brennschmerzen im Bereich von OP-Narben kann die Behandlung mit einem Chilipflaster die Schmerzen für Wochen oder Monate vermindern.

Dass sich chronische Schmerzen entwickeln, kann man mit einer frühzeitigen Behandlung und zusätzlicher Gabe von Schmerzmedikamenten verhindern.

Bewegungstherapie

Wer ständig Schmerzen hat, schränkt automatische seinen Bewegungsradius auf ein Minimum ein - das ist ein Versuch des Selbstschutzes vom Körper. Aber: Wenig Bewegung verursacht schnell Verspannungen und die Beschwerden verschlimmern sich. Unsere spezialisierten und erfahrenen Physiotherapeuten schauen Sie sich ganz genau an:

  • Wie läuft Bewegung ab - das Gehen, Stehen, Sitzen?
  • Wo liegen die Fähigkeiten?
  • Wo sind Einschränkungen?

Daraus entwickeln die Therapeuten ein auf Sie zugeschneidertes Trainingskonzept.

Was bewirkt das Training? Gezieltes Kraft- und Bewegungstraining aktiviert Muskulatur, Bindegewebe und Gelenke.

Wir werden mit Ihnen zusammen daran arbeiten, dass Sie Bewegung und Sport in Ihren Alltag einbauen und ihn regelmäßig fortführen.

Ergotherapie

Ergotherapeutische Übungen führen Sie zu einem guten Körpergefühl zurück. Sie lernen, wie Sie z.B. Ihre Körperkoordination und Ihr Gangbild verbessern. Unsere Therapeuten bieten darüber hinaus verschiedene Möglichkeiten zum kreativen Gestalten an.

Psychotherapie

Schmerz und Psyche bedingen sich in zweifacher Hinsicht: Seelische Probleme können körperliche Schmerzen auslösen und verstärken. Gleichzeitig "nagen" chronische Schmerzen an der Psyche und können, schlimmstenfalls, zu einer Depression führen.

Chronische Schmerzen sind, wie jede Krankheit, eine Herausforderung, die Sie auch psychisch verarbeiten müssen. Unsere Psychologen und Psychiater erkennen die mit den Schmerzen verbundenen Probleme. Sie besprechen mit Ihnen, welche z.B. psychotherapeutische oder medikamentöse Maßnahmen helfen können. Darüber lässt sich die Schmerzbehandlung noch wirksamer und nachhaltiger gestalten.

Entspannungstherapie

Körperliche und seelische Entspannung sind bei Krankheit sehr wichtig! Das gilt auch für den Schmerz. Finden Sie das Entspannungsverfahren, dass am besten zu Ihnen passt. Bei uns finden Sie verschiedene Angebote, z.B.:

  • Progressive Muskelentspannung nach Jacobson (Über willentliches und bewusstes An- und Entspannen von Muskeln erreichen Sie einen Zustand tiefer Entspannung.)
  • Klangschalentherapie (Über Töne und damit Vibrationen der Klangschale tritt eine tiefe körperliche und geistige Entspannung ein.)
  • Bodyscan (Sie richten Ihre gesamte Aufmerksamkeit auf sich selbst, erforschen den eigenen Körper und auch die Empfindungen. Ziel: eine wohlwollende, akzeptierende Haltung gegenüber sich selbst einnehmen.)
  • Autogenes Training (Ein auf Autosuggestion basierendes Entspannungsverfahren. Sie erreichen Entspannung über gedankliche Konzentration - ganz ähnlich einer Meditation.)
  • Yoga (Eine aus Indien stammende Lehre. Sie erreicht Entspannung über geistige und körperliche Übungen.)

Erleben Sie Ruhe und Ausgeglichenheit und tanken Sie neue Kraft.

TENS - Reizstromtherapie

Ein weiteres ergänzendes Verfahren ist die TENS, eine Reizstromtherapie. Durch eine Reizstrombehandlung wird

  • der eigentliche Schmerz überlagert,
  • die Weiterleitung der Schmerzimpulse gehemmt,
  • Muskelverspannungen werden gelockert,
  • der Körper schüttet vermehrt schmerzhemmende Substanzen aus.

Wir schulen Sie, damit sie erfolgreich ein Gerät zu Hause benutzen können.

Kontakt

Marlies Große Jüttermann

Sekretariat stationäre Schmerztherapie
Telefon: 02364 104-29202
Telefax: 02364 104-29205