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Aktuelle Meldung
St. Sixtus-Ärzte im Gespräch über Brustkrebs
10.11.2010 - St. Sixtus-Hospital Haltern am See
Dr. Sylvia Weiß: Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Dr. Peter Tönnies: Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Gynäkologische Onkologie, Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin, Medikamentöse Tumortherapie, Management für Krankenhausärzte, Fakultative Weiterbildung „Spezielle operative Gynäkologie“

Dr. Raimund Zipper: Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe
Abendsprechstunde der Halterner Zeitung
Haltern. Jede zehnte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. Doch bei einer frühen Erkennung besteht eine Heilungschance von 90 Prozent. Das waren zwei Kernaussagen der dritten Abendsprechstunde, die das St. Sixtus-Hospital und die Halterner Zeitung gemeinsam im Alten Rathaus angeboten hatten.
Rund 50 überwiegend weibliche Besucher waren am Montagabend der Einladung des Katholischen Klinikums Ruhrgebiet Nord, zu dem das Sixtus-Krankenhaus inzwischen gehört, gefolgt. Drei interessante Referate sowie jede Menge Fragen aus dem Publikum machten die Sprechstunde zu einer hochinteressanten Veranstaltung.
Im ersten Referat ging Dr. Raimund Zipper (Foto unten), leitender Oberarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Haltern, auf die beim Brustkrebs so wichtige Früherkennung ein. Fast 60 Prozent der Erkrankungen werden von den Patientinnen selbst entdeckt. Dass trotzdem nur etwa 30 Prozent der Frauen regelmäßige Untersuchungen der eigenen Brüste vornehmen, findet Dr. Zipper erschreckend.
Dr. Sylvia Weiß (Foto oben), Oberärztin im St. Sixtus-Hospital, erklärt dieses Phänomen mit dem menschlichen Verdrängungsmechanismus: „Was ich nicht weiß, habe ich auch nicht...“, brachte sie den Trugschluss auf den Punkt. Dr. Weiß stellte in ihrem Vortrag einfühlsam dar, was die „Diagnose Brustkrebs“ in den betroffenen Frauen auslöst.
Dr. Peter Tönnies, Chefarzt der Gynäkologie, gab einen umfassenden Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten bei Tumoren in der Brust. Dr. Tönnies ging auch auf die Antikörpertherapie ein – in seinen Augen die größte Fortentwicklung bei der Brustkrebsbehandlung seit der Jahrtausendwende.
Was alle drei Referenten einte, war ein Tipp: Regelmäßiger Ausdauersport hilft bei der Vorbeugung. Für die vier erschienenen Männer gab es nur bedingte Entwarnung: Auch sie können an Brustkrebs erkranken, das Risiko ist aber 1000 Mal geringer als bei Frauen.
