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Aktuelle Meldung
Abschied und Neubeginn
12.11.2010 - Marien-Hospital MarlNach der feierlichen Verabschiedung und Einführung (untere Reihe, v.l.): Norbert Fockenberg, Geschäftsführer, Prof. Dr. Gertrud Haeseler, Dr. Wilfried Schwarzhoff. Obere Reihe (v.l.) Rüdiger Schwärtzke, Andreas Hauke, Geschäftsführer, und Ludger Dabrock.
Im Anschluss an Eucharistiefeier und Festakt, die in der Kapelle des Krankenhauses stattfanden, gab es im Café-Bistro einen Empfang.
Unterhaltsamer Höhepunkt des Abends: der Auftritt der „Zweitfrau", alias Bettina Lensing.
Hält die neue Abteilung sicher in Händen: Prof. Dr. Gertrud Haeseler bekam symbolisch die Änasthesie-Abteilung überreicht - in Form einer Playmobil-Nachbildung.
Feierlicher Festakt anlässlich des Chefarztwechsels in der Anästhesie des Marien-Hospitals
Marl. Er war der erste Chefarzt der Anästhesie im Marien-Hospital Marl: 30 Jahre hat Dr. Wilfried Schwarzhoff seine Patienten sicher in den Schlaf begleitet und gut wieder aufwachen lassen. Jetzt wurde er im Rahmen eines Festaktes offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Zugleich wurde seine Nachfolgerin, Prof. Dr. Gertrud Haeseler, offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Sie steht seit dem 1. November der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie in Marl vor.
Ludger Dabrock, Aufsichtsratsvorsitzender der KKRN GmbH, würdigte nach dem feierlichen Gottesdienst die Verdienste von Schwarzhoff: „Dass Sie uns so lange die Treue hielten, ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie waren gewissenhaft und genau. Sie haben immer die Sicherheit der Patienten in den Vordergrund gestellt und sich selbst als Person dabei zurückgenommen. Schon sehr früh haben Sie verstanden, dass die Anästhesie eine Dienstleistungsabteilung ist. Ihre Kollegialität, ihre ärztliche Leistung und ihre Mitmenschlichkeit gegenüber den Patienten verdienen Anerkennung, Respekt – und vor allem Dankbarkeit.”
Nach der Verabschiedung von Dr. Schwarzhoff begrüßte Dabrock Prof. Dr. Gertrud Haeseler als neue Chefärztin der Klinik für Anästhesie. „Es ist gut, dass wir sie schon kennen. Sie leiten ja bereits seit knapp zwei Jahren die Anästhesie im St. Elisabeth-Krankenhaus. Wir übertragen Ihnen die neue Aufgabe gern, weil Sie dafür fachlich und menschlich qualifiziert sind.” Dabrock hob vor allem die Kenntnisse von Prof. Haeseler auf dem Gebiet der Speziellen Schmerztherapie hervor. Diese Qualifikation sei dem Träger ein besonderes Anliegen, weil dadurch schwer kranke Menschen gut versorgt werden könnten.
Anschließend überbrachte Rüdiger Schwärtzke, Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Marl, die Grüße des Rates und der Stadt. Er hob die verantwortungsvolle Arbeit von Dr. Schwarzhoff hervor. „Damit haben Sie sich hier großes Ansehen erworben. Die Patienten wussten sich bei Ihnen in guten Händen.” Das bestätigte auch Priv.-Doz. Dr. Klaus-Peter Riesener, Ärztlicher Direktor des Marien-Hospitals und Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Ich habe mich, selbst bei schwierigen Operationen, immer sicher gefühlt, wenn Sie die Narkose begleitet haben, weil ich wusste: Bei Ihnen sind die Patienten gut aufgehoben.” Die Grüße der niedergelassenen Ärzte überbrachte Ulf Schutter, Sprecher im Marler Ärztenetz. Er betonte, dass das Marien-Hospital immer wieder eine glückliche Hand dabei bewiese, gute Mediziner an das Haus zu binden. An die neue Chefärztin gewandt stellte er fest: „Ich kannte bereits einige Ihrer Arbeiten auf dem Gebiet der Grundlagenforschung. Deshalb freut es mich umso mehr, Sie jetzt auch persönlich kennen zu lernen. Ich bin sicher, dass Sie eine Bereicherung für das Krankenhaus sind.”
Petra Grütering, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung im Marien-Hospital, dankte Dr. Schwarzhoff für die verlässliche Zusammenarbeit: „Sie waren ein Mensch, auf dessen Wort man sich verlassen konnte. Vieles in unserem Hause trägt Ihre Handschrift. Oder mit einem chinesischen Sprichwort gesagt: Die eine Generation baut die Straße, auf der die andere fährt.”
Der unterhaltsame Höhepunkt des Abends war unbestritten der Auftritt von Bettina Lensing, Sekretärin im Chefarztbüro der Anästhesie. Anlässlich der Feierlichkeiten hatte sie sich an diesem Abend besonders „in Schale” geworfen und enthüllte als „Zweite Ehefrau” so manche Charaktereigenschaft des scheidenden Chefarztes: Zum Beispiel dass er in jeder Hinsicht „ziemlich genau” gewesen sei, dass ihm die Patienten „über alles” gegangen seien, und er für die Mitarbeiter immer ein offenes Ohr gehabt hätte. Eines aber sei für seine Nerven überaus abträglich gewesen, und zwar wenn ein Satz mit „Ja, aber…” begonnen hätte.
Zum Abschied überreichte „Zweitfrau” Bettina Lensing dem passionierten Fahrradfahrer Schwarzhoff im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen nagelneuen fahrbaren Untersatz nebst zweckmäßiger Ausrüstung in Form von Warnweste, Regencape, Sicherheitshelm und Notfallpaket. Auch Prof. Haesler durfte sich über ein passendes Geschenk freuen: Sehr stilvoll überreichten ihr die Anästhesie-Mitarbeiter ihre neue Abteilung – in Form einer Playmobil-Nachbildung.
