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Herzrhythmusstörungen: Wenn das Herz stolpert

22.10.2010 - St. Sixtus-Hospital Haltern am See

 


Info-Veranstaltungen des St. Sixtus-Hospitals im Rahmen der Halterner Herzwoche

Aus Anlass des bundesweit durchgeführten Herzmonats lädt das St. Sixtus-Hospital auch in diesem Jahr zu verschiedenen kostenlosen Informationsveranstaltungen ein, die in Kooperation mit der Deutschen Herzstiftung, der VHS und der St. Sixtus-Apotheke stattfinden. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Bodo Klimpel. Am Dienstag, 2. November, informiert ab 19.30 Uhr im alten Rathaus zunächst Dr. Ramon Martinez, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin/Kardiologie, über das Thema „Herzrhythmusstörungen“.

 

Viele Menschen kennen das beklemmende Gefühl, wenn das Herz plötzlich aus dem Takt gerät und verrückt spielt. Sind Herzrhythmusstörungen nun harmlos, oder muss man sich bei Extraschlägen des Herzens ernsthaft Sorgen machen? Und was versteht man überhaupt darunter? „Eine Rhythmusstörung liegt bei jeder Abweichung von der normalen Herzaktivität vor. Das kann zum einen die Frequenz der Herzschläge betreffen und zum anderen die Regelmäßigkeit der Herzschlagfolge“, erklärt Martinez. Ungefähr 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung leiden gelegentlich unter Extraschlägen des Herzens, die zwar unangenehm, aber häufig harmlos sind. Viele Menschen müssen jedoch wegen Rhythmusstörungen ärztlich behandelt werden. „Wir werden in unserer Veranstaltung über die Erscheinungsformieren von Herzrhythmusstörungen, zum Beispiel das Vorhofflimmern, informieren und den Besuchern moderne Therapiemöglichkeiten vorstellen. In den vergangenen Jahren wurden weitere Fortschritte erzielt, die wir dank unseres großen Krankenhausverbundes, KKRN, anwenden können um unseren Patienten eine optimale und aktuelle kardiologische Behandlung zukommen zu lassen“ erläutert Dr. Martinez.


Zwei Tage später, am Donnerstag, 4. November, widmet sich Dr. Hossein Ahmadgoli, Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin/Kardiologie am Halterner Krankenhaus, ab 19.30 Uhr im alten Rathaus dem Thema „Das schwache Herz: Ursachen und Fortschritte in der Behandlung der Herzschwäche.“ Leistungsabfall, Luftnot, geschwollene Beine: All dies können Symptome für eine Herzschwäche sein. Dass die Herzinsuffizienz eine Volkskrankheit ist, machen die Zahlen der Deutschen Herzstiftung deutlich: Rund 1,8 Millionen Menschen leiden allein in Deutschland daran. Jedes Jahr gibt es rund 300.000 Neuerkrankungen, und jährlich sterben 50.000 Menschen an dieser Krankheit.

Wenn die Leistung des Herzens so eingeschränkt ist, dass es nicht mehr ausreichend Blut durch den Körperkreislauf pumpt, dann spricht man von einer Herzschwäche, medizinisch Herzinsuffizienz. Das hat zur Folge, dass Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln nicht genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten.
Ist die Diagnose „Herzinsuffizienz“ gestellt, kann man heute die Erkrankung in vielen Fällen wirksam behandeln – und dies nicht nur mit Medikamenten. Im Anschluss an den Vortrag führen Mitarbeiter der Halterner St. Sixtus-Apotheke Blutdruckmessungen und Bestimmungen des Cholesterinspiegels durch.

Zum Abschluss des diesjährigen Herzmonats beantworten die beiden Mediziner am Samstag, 6. November, in der Zeit von 9 bis 11 Uhr unter den Telefonnummern 02364-104310 (Dr. Martinez) und 02364-104312 (Dr. Hossein) Fragen zum Thema Bluthochdruck und Cholesterin. „Wir freuen uns auf viele Anrufer. Denn gerade bei zu hohem Blutdruck und erhöhten Cholesterinwerten kann man selbst eine ganze Menge tun, um die Werte wieder zu senken. Unser Wissen darüber ist im Laufe der Zeit deutlich angestiegen, so dass wir heute dank des wissenschaftlichen Fortschrittes, viel konkretere und effektivere Maßnahmen als früher empfehlen können, um selbst den Blutdruck und die Blutfette zu senken“, sagt Dr. Martinez.




© 2013  Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH  •  Stand: 14.12.2009 - 14:44