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Findige Vorschläge prämiert
24.05.2004 - Katholisches Klinikum Ruhrgebiet NordMarien-Hospital und Gertrudis-Hospital veranstalten Ideenwettbewerb Umweltmanagement
Marl/Westerholt. Die besten Ideen kommen meistens aus den eigenen Reihen. Und manchmal sind sie auch im wahrsten Sinne des Wortes mit Händen zu greifen oder setzen einfach nur einen genauen Blick auf den eigenen Arbeitsplatz voraus. Dies jedenfalls ist das Ergebnis des »1. Ideenwettbewerbs Umweltmanagement«, der zeitgleich im Gertrudis-Hospital und im Marien-Hospital stattfand.
Im Westerholter Krankenhaus landete ein Vorschlag auf dem ersten Platz, der ebenso einfach wie naheliegend ist: Kathrin ten Bulte schlug nämlich vor, bei allen Toiletten die Benutzung der Spartaste deutlich sichtbar zu beschriften. Dies ist bisher nicht der Fall. Im Marler Krankenhaus hingegen reichte Frank-Peter Schöning, Leiter der Physikalischen Therapie, den Vorschlag ein, das Bewegungsbecken in der Physikalischen Therapie mit einer Abdeckung zu versehen, um so eine Abkühlung des Schwimmbads zu verhindern. Beide Ideen sparen nicht nur die wertvolle Ressource Wasser ein, sondern schlagen für dieKrankenhäuser aufgrund des niedrigeren Verbrauchs auch finanziell zu Buche.
Bei der Preisverleihung für die besten Vorschläge zeigten sich die beiden Geschäftsführer Norbert Fockenberg und Christian Uhl sehr beeindruckt von der Anzahl der findigen Köpfe. Denn insgesamt hatten sich 105 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Bereichen der beiden Häuser am Ideenwettbewerb beteiligt. Anfang Februar bis Mitte März war Gelegenheit, Anregungen beim »Ideenwettbewerb Umweltmanagement« einzureichen. »In einem Krankenhaus fallen nicht nur viele Abfälle an, es wird auch sehr viel Energie verbraucht. Da macht es Sinn, sich über Einsparpotentiale Gedanken zu machen«, erklären Beatrix Becker und Maritha Hütter, beide Qualitätsmanagementbeauftragte in ihren Häusern, übereinstimmend. Bei der Vielzahl der vorgestellten Ideen hatte anschließend eine mehrköpfige Jury in beiden Krankenhäusern die Qual der Wahl: Nach einem festen Kriterienkatalog, bei dem es unter anderem um schnelle Realisierbarkeit ging, wurde jeder einzelne Einfall geprüft und mit Punkten bewertet.
Im Gertrudis-Hospital landete dann auf Platz zwei ein Vorschlag, der sich ebenfalls mit Wassereinsparung befasst. »Wasserstops in den vorhandenen Duschen einbauen«, regte Krankenpflegehelferin Ulrike Schwerdt an. Mit Energieeinsparung hatte sich Krankengymnastin Justina Nowak intensiv auseinander gesetzt. Sieschlug vor, zur Brauchwassererwärmung und Stromerzeugung Sonnenenergie zu nutzen, und erreichte damit den dritten Rang .
Im Marien-Hospital entschied man sich nach gründlicher Prüfung dafür, auf den dritten Platz zu verzichten und statt dessen drei zweite Gewinner zu nominieren Und das sind die prämierten Ideen, die auf dem zweiten Platz landeten: »Ökologische Umweltgestaltung durch das Anlegen eines Biotops auf dem Gelände des Krankenhauses«, hatte Iris Rohde aus dem Schreibbüro angeregt - eine Idee, die besonders Patienten und Besuchern des Hauses gefallen dürfte. Dass im Marien-Hospital über 200 PC-Arbeitsplätze existieren, hatte Krankenschwester Anja Sander zu ihrem Vorschlag angeregt. »Umstellung der vorhandenen Monitore in den Energiesparmodus« lautete ihre Empfehlung. Ein weiterer zweiter Platz geht an Krankenpfleger Andreas Bruckbauer. Er schlug vor, beimedizinischen Geräten auf Einwegbatterien zu verzichten und statt dessen möglichst Akkus zu verwenden.
Die Erstplazierten können sich über tolle Gewinne freuen. Der erste Preis ist ein Aufenthalt in einem Düsseldorfer Wellness-Hotel. Kulinarische Freuden bietet hingegen der zweite Preis: ein Abendessen in einem Restaurant. Ungetrübtes Hörvergnügen verspricht der dritte Preis: Die Gewinnerin kann sich drei Musik-CD's aussuchen. Aber auch die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen nicht leer aus. Denn alle bekommen als Erinnerung eine Kaffeetasse mit dem Motiv des Ideenwettbewerbs. Und die beiden Qualitätsmanagementbeauftragten versprechen: »Kein Vorschlag geht verloren. Wir werden alle Ideen überprüfen und das, was sinnvoll und machbar ist, auch umsetzen.«
