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Dem Schlaganfall vorbeugen

06.05.2004 - Marien-Hospital Marl

 


Aktionstag im Marien-Hospital Marl

Marl. Die Krankheit trifft viele wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Und wer einen Schlaganfall erleidet, für den kommt es auf jede Minute an. Denn je eher ein Schlaganfall erkannt und behandelt wird, umso besser sind die Heilungsaussichten. Aus Anlass des bundesweiten Schlaganfalltags veranstaltet deshalb das Marien-Hospital Marl am Montag, 10. Mai, einen Aktionstag zum Thema. Von 8 bis 17 Uhr ist zunächst im Krankenhaus unter den Nummern 02365/911-230 oder 02365/911-231 eine Telefonhotline geschaltet. Mediziner des Marien-Hospitals beantworten dann alle Fragen von Interessierten. Ab 17 Uhr steht ein kleiner Gesundheitscheck auf dem Programm: Wer will, kann sich Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck bestimmen lassen. Im Anschluss daran findet ab 18.30 Uhr ein Patientenseminar zum Schlaganfall statt: Dr. Werner Jax, Chefarzt der Inneren Abteilung, referiert über die Entstehung eines Schlaganfalls und Möglichkeiten der Vermeidung. Im zweiten Vortrag informiert Oberärztin Dr. Stephanie Böddeker und Leiterin der Schlaganfalleinheit über gesunde Ernährung zur Vermeidung von Arteriosklerose.

»Wir hoffen, dass viele Marler Bürger unsere Angebote wahrnehmen. Denn noch immer erleiden in Deutschland jedes Jahr über 200.000 Menschen einen Schlaganfall. Und es trifft immer häufiger auch jüngere Menschen«, sagt Jax. Der Schlaganfall ist inzwischen in Industrieländern die drittthäufigste Todesursache und führt bei 50 Prozent aller Betroffenen zu bleibenden Schäden wie Lähmungen und Sprachstörungen. »Doch das muss nicht sein«, macht Jax Mut. »Wenn wir die Möglichkeit haben, innerhalb der ersten drei Stunden eine Notfalltherapie durchzuführen, dann können wir die möglichen Folgen erheblichreduzieren.«

Deshalb haben Aufklärung und Information am bundesweiten Schlaganfalltag Priorität. »Alle wissen, dass man bei einem Schlaganfall ganz schnell einen Arzt aufsuchen muss. Aber nur etwa zehn Prozent aller Betroffenen alarmieren umgehend den Notarzt. Deshalb werden wir zum einen in unserem Patientenseminar darüber informieren, woran man einen Schlaganfall erkennt. Wir gehen aber auch näher auf die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel und ungesundes Essen ein. Eine bewusste Ernährung und mehr sportliche Aktivität können entscheidend dazu beitragen, das Risiko einesSchlaganfalls zu minimieren«, so Jax.

Hintergrund: Was ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird ein Blutgefäß im Gehirn zerstört. Man unterscheidet zwischen einem blutigen Schlaganfall (ein Blutgefäß im Gehirn zerreißt) und einem unblutigen (ein Gefäß wird durch einen Blutpropfen verstopft). Die Folge: Das Gehirn leidet an der betroffenen Stelle unter Sauerstoff- undNährstoffmangel. Gehirnzellen sterben ab.

Risikofaktor für einen Schlaganfall ist an erster Stelle Bluthochdruck. Aber auch Rauchen, Alkohol, Diabetes, erhöhtes Cholesterin und falsche Ernährungtragen zu einer Gefährdung bei.

Symptome des Schlaganfalls:

  • Gefühlsstörungen einer Körperhälfte
  • Lähmungen einer Körperhälfte
  • Hängender Mundwinkel auf einer Seite
  • Koordinationsstörungen
  • Sehstörungen (Doppelbilder, Ausfälle)
  • Starke Kopfschmerzen
  • Starker Schwindel oder Bewusstlosigkeit

Der Aktionstag

8 bis 17 Uhr:
Telefonhotline unter der Nummer: 02365/911-230 oder 02365/911-231

17 Uhr:
Möglichkeit zur Bestimmung von Cholesterin, Blutzucker und Blutdruck

18.30 Uhr:
Patientenseminar in der Eingangshalle des Marien-Hospitals. Thema: »Wie entsteht ein Schlaganfall? Welche Möglichkeiten der Vermeidung gibt es?« (Referent:Dr. Werner Jax); »Gesunde Ernährung zur Vermeidung von Arteriosklerose« (Referentin Dr. Stephanie Böddeker)


© 2013  Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH  •  Stand: 14.12.2009 - 14:44