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St. Sixtus-Hospital - Vier neue ehrenamtliche Seelsorger im St. Sixtus

13.07.2017 - Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord, St. Sixtus-Hospital Haltern am See

Autor: Medienhaus Lensing - Silvia Wiethoff


KKRN-Geschäftsführer Andreas Hauke (2.v.l.) und die hauptamtlichen Krankenhausseelorger Susanne Schumann (l.) sowie Hans-Jürgen Ludwig (6.v.l.) freuen sich über die ehrenamtlichen Seelsorger Heike Scheibner, Richard Gernemann, Marlene Thöle-Tönnes und Hildegard Hegemann.

Die Sorgen und Nöte mittragen

Vier ehrenamtliche Kräfte ergänzen das Team der Krankenhausseelsorge im St. Sixtus-Hospital

HALTERN. Ein Krankenhausaufenthalt ist für Betroffene immer eine besondere Situation. Sie werden aus ihrem Alltag gerissen und müssen eventuell ihre Zukunft neu ordnen. Deshalb kommt der seelsorgerischen Betreuung während dieser Zeit besondere Bedeutung zu. Das St. Sixtus-Hospital hat sein Angebot jetzt durch vier ehrenamtliche Seelsorger ergänzt.

Richard Gernemann, Hildegard Hegemann, Heike Scheibner und Marlene Thöle-Tönnes haben beim Bischöflichen Generalvikariat Münster eine zehnmonatige Fortbildung absolviert und haben sich in der Zeit nicht nur mit Fragen des Glaubens, der eigenen Person und der Seelsorge im Krankenhaus auseinandergesetzt, sondern auch gelernt, wie man ein seelsorgerisches Gespräch führt oder mit Krisensituationen umgeht. Praktika im Sixtus-Hospital rundeten die Qualifizierung ab. Die Ehrenamtlichen machen das seelsorgerische Team im Halterner Krankenhaus um die Krankenhausseelsorger Susanne Schumann und Hans-Jürgen Ludwig sowie dem evangelischen Pfarrer Hartmut Wortmann komplett. "Wir sind sehr froh, das wir jetzt die Seelsorge auf viele Schultern verteilen können", sagte Hans-Jürgen Ludwig. "Die Patienten haben ein großes Bedürfnis nach Menschen, die ihre Sorgen und Nöte mittragen." Unterstützung dürfen alle Menschen unabhängig von ihrer Konfession erwarten, wenn sie gesprächsbereit sind". "Wir sind nicht unterwegs, um zu missionieren", betonte Susanne Schumann. Vielmehr gehe es darum, den Menschen zur Seite zu stehen und ihnen mit ihren Sorgen und Nöten zu begegnen.

 

Auch für Mitarbeiter

Der Geschäftsführer der KKRN - Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH - Andreas Hauke, erklärte, dass sich das Seelsorgeteam mit seinen Angeboten nicht nur an die Patienten des Sixtus-Hospitals wendet, sondern auch deren Angehörige und die Mitarbeiter des Hauses in den Blick nimmt. "Auch unsere Mitarbeiter haben Gesprächsbedarf, wenn sie Krisensituationen meistern müssen und beispielsweise ein Patient verstirbt", sagte er. Einer, der aus eigener Erfahrung weiß, wie wichtig seelsorgerischer Beistand in einem Krankenhaus ist und welche Kraft man aus ihm schöpfen kann, ist Richard Gernemann. Der 63-jährige Sythener hat als freier Architekt gearbeitet und ist vor drei Jahren in den Ruhestand gegangen. "Ich hatte in der Zeitung davon gelesen, dass das St. Sixtus-Hospital gemeinsam mit dem bischöflichen Generalvikariat eine Qualifizierung zu Seelsorgern anbietet. Anfangs war ich skeptisch, denn meine Haltung zur Kirche ist durchaus kritisch. Aber ich habe darin eine große Chance gesehen, christliche Werte zu leben. Und die Ausbildung hat mich interessiert. Zumal mich Familie und Freunde bestärkt und gesagt haben: Das kannst du. Trau dir das zu", teilte er mit. Schon während der Praktika habe er erfahren, dass die Tätigkeit bereichernd für das eigene Leben sein kann. Als Voraussetzung sollte man ein Interesse am Menschen bringen.

 

Kontakte

Die ehrenamtlichen Seelsorger haben im St. Sixtus-Hospital feste Stationen und besuchen circa zweimal die Woche für zwei Stunden die Patienten. Sie ersetzen nicht die christliche Krankenhaushilfe.

Ab September werden zwei weitere Interessenten zu ehrenamtlichen Seelsorgern ausgebildet. Kontakt: Susanne Schumann, Krankenhausseelsorgerin Tel.: 02362 10 42 16 51; s.schumann(at)kkrn.de

 

 

 


© 2017  Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH  •  Stand: 14.12.2009 - 14:44