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Das Baby im Bauch in 3-D - Infotag zu Brustkrebs

17.10.2007 - St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten

 


Kennt sich bestens aus mit dem neuen Ultraschallgerät in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Elisabeth-Krankenhauses: Chefarzt Dr. Peter Tönnies. Foto: WAZ, Lutz von Staegmann

WAZ vom 17.10.2007

Hochmodernes Ultraschallgerät des St. Elisabeth-Krankenhauses bietet eine große Hilfe in der pränatalen Fehlbildungsdiagnostik. Außerdem: neue Verfahren bei der Beckenboden- und Inkontinenzchirurgie Dorsten. Das erste Ultraschallbild vom Baby im Bauch, in Schwarzweiß und oft nur für Eingeweihte erkennbar - das ist für die meisten Eltern das Größte. Jetzt dürfen sie sich über ein 3-D-Foto in Farbe freuen, denn seit einigen Monaten gibt es an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des St. Elisabeth-Krankenhauses ein neues Ultraschallgerät.

Eines gleich vorweg: Nur "zum Spaß" sollte das hochmoderne Gerät aber eigentlich nicht zum Einsatz kommen. "Für die Routinediagnostik reicht das konventionelle Verfahren", erklärt Chefarzt Dr. Peter Tönnies. Aber auch dabei bietet das neue Ultraschallgerät natürlich eine bessere Qualität.

Vor allem aber sind damit sogenannte 4-D-Untersuchungen möglich, die eine dreidimensionale Darstellung des Kindes ermöglichen. Tönnies zeigt als Beispiel die Aufnahme eines Gesichtes, auf dem eindeutig die Nase und der Mund zu sehen sind. "Derartige Bilder können nicht nur ästhetisch sehr eindrucksvolle Befunde liefern, sondern sind auch in der Fehlbildungsdiagnostik eine wichtige Ergänzung." So lassen sich etwa Bauchwand- und Wirbelsäulendefekte sowie Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten sehr gut darstellen.

Einige Frauenärzte verfügen ebenfalls über solch ein High-Tech-Gerät, dessen Kosten bei rund 80 000 Euro liegen. Besteht der Verdacht einer Fehlbildung, überweist der Gynäkologe ansonsten ans Krankenhaus. Mehrmals pro Woche nutzt Tönnies, der als Perinatalmediziner über entsprechende Ultraschallerfahrun- gen verfügt, das Gerät für solche Fälle. Eltern, die ein Live-Bild ihres Kindes nur für sich haben möchten, tragen die Kosten aus eigener Tasche.

Eine weitere innovative Technik ergänzt das Behandlungsspektrum der Klinik in Sachen Beckenboden- und Inkontinenzchirurgie. Nach Geburten oder wenn die Frau sehr dick ist, nimmt die Beckenbodenmuskulatur häufig an Straffheit ab und rutscht nach unten. "Lange war es völliger Standard, die Scheide zu öffnen, die Muskulatur zu raffen und nach oben zu schieben", weiß Tönnies. Das gab Narben, die häufig einrissen und eine erneute OP nötig machten.

"Bei steigender Lebenserwartung müssen wir aber gucken, dass wir die Frauen längerfristig wirkend behandeln." Mit dem neuen System könne außerdem eine Blasensenkung auch ohne Herausnahme der Gebärmutter behandelt werden. Dazu wird ein Netz eingelegt, dessen Material schon lange in der Chirurgie verwendet wird. Die Operation dauert zwar auch eine gute Stunde, jedoch kann die Patientin das Krankenhaus bereits nach einigen Tagen verlassen.

Noch weniger invasiv ist das Verfahren zur Behandlung einer Harninkontinenz. Tönnies: "Dieser nur etwa zehn Minuten dauernde Eingriff führt zu einer sofortigen Heilung oder zumindest weitgehenden Besserung einer Belastungsinkontinenz, also des unfreiwilligen Abgangs von Urin beim Husten, Lachen oder Niesen." AZWeil


Informationstag zu Brustkrebs:

Als operativer Standort zum Brustzentrum Emscher-Lippe, weisen wir es auf den Informationstag am Samstag, 20. Oktober, von 10 bis 14 Uhr im stadt.bau.raum Gelsenkirchen-Zentrum (Boniverstraße 30) hin. Dort können sich betroffene und interessierte Frauen über verschiedene Aspekte informieren, die im Rahmen einer Tumorerkrankung wichtig werden.


© 2013  Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH  •  Stand: 14.12.2009 - 14:44