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Auf Herz und Nieren geprüft

08.04.2006 - St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten

 


Geschäftsführer Andreas Hauke (v.l.), Chefarzt Dr. Peter Tönnies, Qualitätsmanagerin Stefanie Riegert, Pflegedienstleiterin Hiltrud Hachmöller, stellv. Geschäftsführer Guido Bunten und Susanne Wirtz, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, freuen sich über die Zertifizierung. (Foto: Grunschel)

Dorstener Zeitung, vom 08.04.2006

Auf Herz und Nieren testeten drei Visitoren das Elisabeth-Krankenhaus in dieser Woche drei Tage lang. Ihrer positiven Diagnose folgt eine Empfehlung zur Zertifizierung durch die Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen (KTQ).

Die KTQ ist ein Zusammenschluss aller Spitzenverbände des Gesundheitswesens und hat bereits 419 Krankenhäuser in Deutschland zertifiziert. "In einem ersten Schritt musste wir uns zu Anfang des Jahres selbst bewerten", berichtete der Geschäftsführer Andreas Hauke gestern, "und wie sich jetzt gezeigt hat, war unsere Einschätzung schlechter als die der Visitoren."

Bei ihrem Besuch in Dorsten überprüften ein Krankenhausgeschäftsführer, ein Chefarzt und eine Pflegedienstleiterin unterschiedliche Kriterien in den sechs Bereichen Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit, Informationswesen, Krankenhausführung und Qualitätsmanagement. "Dieses Projekt musste natürlich vorher gut koordiniert werden", blickt Qualitätsmanagerin Stefanie Riegert auf anderthalb Jahre der intensiven Vorbereitung zurück.

Auf den Weg gebracht hat das Krankenhaus zu diesem Zweck unterschiedliche Projekte. "So haben wir beispielsweise für Behandlungsabläufe als Leitlinien Behandlungspfade entwickelt, die jeder Mitarbeiter kennt und nach denen gehandelt wird", erklärte der ärztliche Direktor Chefarzt Dr. Peter Tönnies.

Dass sich die Arbeit der vergangenen Wochen gelohnt hat, sind sich alle Beteiligten einig. "Wir haben das gemacht, um den Qualitätsstandard zu dokumentieren. Das kann bei Verhandlungen mit Krankenkassen wichtig sein. Zum anderen müssen wir uns auch im Hinblick auf die Konkurrenz positionieren", so Hauke. Nach der Zertifizierung ist übrigens vor der Zertifizierung: In drei Jahren wird erneut geprüft. - jug


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